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Micron Technology profitiert massiv vom KI-Boom: HBM-Speicher ist knapp und teuer, die Auslastung für 2026 gilt als weitgehend vergeben – das treibt Umsatz und Margen. Trotz Rekordkurs wirkt die Bewertung im Tech-Vergleich noch vertretbar, aber das Geschäft bleibt stark zyklisch und schwankt erfahrungsgemäß. Operativ zeigen sich klare Verbesserungen (höhere Brutto- und operative Marge, solide Kapitalrendite), die Dividende ist dagegen vernachlässigbar. Unterm Strich: hohes Potenzial, aber auch hohe Volatilität – der Einstieg ist eine Wette darauf, dass die KI-Nachfrage länger durchhält.

Nike steckt weiter im Umbruch: Nach starkem Kursrückgang drücken schwaches Wachstum, sinkende Margen und frühere Vertriebsfehler (zu viel D2C, zu wenig Handelspartner) auf die Bewertung – trotz großer Marke wirkt die Aktie relativ teuer zum aktuell prognostizierten Gewinn. Die Dividende steigt zwar und wirkt attraktiv, ist kurzfristig aber nicht sauber durch freien Cashflow gedeckt. Der neue CEO dreht zurück Richtung Großhandel und Sortimentsfokus; ob das reicht, muss sich erst in Zahlen zeigen. Unterm Strich bleibt erhöhtes Abwärtsrisiko, bis Margen und Gewinntrend klar stabilisieren.

PepsiCo wirkt nach dem Rücksetzer wieder fair bis günstig bewertet – deutlich günstiger als in den Boom-Jahren. Die Dividende ist attraktiv und wächst verlässlich, auch wenn sie zuletzt den freien Cashflow stark beansprucht hat. Operativ solide (gute Margen, ordentliche Kapitalrendite), aber mit eher verhaltenem Wachstum und spürbarer Verschuldung. Wenn die Prognosen halten, ist eine moderate Kurserholung plus Dividende realistisch.

Dino Polska ist eine stark wachsende polnische Supermarktkette: Filialnetz und Gewinne steigen kräftig, während der Kurs zuletzt eher seitwärts lief – die Bewertung wirkt dadurch deutlich vernünftiger als früher. Das Geschäft ist simpel, effizient und kapitalstark (niedrige Margen, aber hoher Kapitalumschlag und sehr geringe Verschuldung). Dividendenausschüttungen sind erst perspektivisch geplant; aktuell fließt viel Geld in neue Filialen. Chancen liegen im anhaltenden organischen Ausbau (v. a. in Polen), Risiken in der Landesfokussierung und der generell dünnen Handelsmarge.

Börsenbetreiber sind meist sehr cash-stark: hohe Margen, stabile Gebührenströme, oft ordentliche Ausschüttungen. Besonders attraktiv wirkt die Bolsa Mexicana – günstig bewertet, solide Qualität, dazu eine üppige Dividende. Deutsche Börse und Euronext sind qualitativ ebenfalls stark; erstere eher teuer im Peergroup-Vergleich (historisch aber okay), Euronext leicht über „fair“, mit solidem Wachstum. Unterm Strich: Lateinamerika bietet Preisvorteile, Europa punktet mit Qualität – Auswahl je nach Fokus auf Rendite vs. Stabilität.

Johnson & Johnson wirkt aktuell „fair“ bewertet (bereinigtes KGV etwa im Referenzbereich), liegt aber über der eigenen historischen Mitte – nach dem starken Kursanstieg ist die Aktie relativ teurer geworden. Die Dividende ist solide und verlässlich (rund 2,5 % bei ~50 % Ausschüttungsquote), wächst stetig, aber nicht üppig. Qualitativ überzeugt J&J mit starken Margen, >20 % Kapitalrendite und Netto-Cash, das Wachstum bleibt jedoch moderat. Unter diesen Annahmen erscheint ein Ausblick in Richtung „stabile, indexnahe Rendite“ realistisch – mit defensivem Profil statt großer Sprünge.


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